Projekt “Erinnern”

Konzentrationslager Auschwitz

Eine Schülerin gab den Anstoß

Lisa war es, die während des Geschichtsunterrichtes in der Klasse 10 im Frühjahr 2011 die Frage stellte „Kann man eigentlich Auschwitz besuchen?“

Aus dieser Frage, Lisas Hartnäckigkeit und dem Engagement ihrer Klassenkameraden entstand im folgenden Schuljahr ein halbjähriges Projekt, in dem eine Studienfahrt nach Auschwitz und Krakau inhaltlich und organisatorisch vorbereitet wurde.

…doch bei einer Studienfahrt blieb es nicht:

Nach einer beeindruckenden Fahrt beschloss die Lehrerkonferenz der Schule, das „Erinnern“ zu einem Teil des Schulkonzeptes zu machen.Das „Projekt Erinnern“ entstand.

In einem einleitenden Abschnitt formulierte die Konferenz:

Im Juni 2012 besuchten 13 Schüler und zwei Lehrer der Privatschule Niederrhein e.V. das  Konzentrationslager in Auschwitz.

Sie begegneten dort dem ehemaligen Häftling Tadeusz Sobolewicz, der sie am Ende der Begegnung dazu aufforderte, das zu tun, was er bald nicht mehr tun könne:

Die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten wach zu halten, damit sich so etwas nie wieder ereignen könne.

Als Schule in der Demokratie werden wir dabei deutlich machen, dass Rassismus, Antisemitismus und Gewaltverherrlichung Ideen sind, die zu millionenfachen Morden geführt haben und da, wo sie auch heute noch auftreten zu bekämpfen sind.

Wir werden in Zukunft regelmäßige Gedenkstättenfahrten organisieren, neue Impulse im Geschichts- und Deutschunterricht setzen, die Zusammenarbeit suchen mit  Institutionen/ Organisationen, die in ähnlichem Sinne tätig sind.

Inzwischen hat im Frühjahr 2015 eine weitere Schülergruppe Auschwitz und Krakau besucht. Teil der Projektwoche vor den Sommerferien ist seit 2013 eine Fahrt zum Anne Frank Haus in Amsterdam. Die Schülerinitiative „WIR – gegen Rechtsextremismus“ gründete sich im Herbst 2012 und arbeitete ein Jahr lang.

Ein israelischer Historiker hat an der Schule referiert, ein Bildungsjournalist vor Schülern über Entwicklungen in der Neonazi Szene gesprochen.

Im November 2015 hat die Schule gemeinsam mit dem „Anderen Buchladen“ und der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld eine Lesung mit einer antifaschistischen Jugendbuch Autorin veranstaltet … Lisas Frage hat also bis heute gewirkt!

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